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Pressemitteilung
Nr. 07/11
20. Mai 2011

Wichtiges Signal von SAP

Psychologenverband begrüßt Entscheidung für Tests von Führungskräften
BDP-Präsidentin Siegl: Jetzt kommt es auf die Qualität der Verfahren an

Erfolgreiche Unternehmen brauchen kompetente und engagierte Mitarbeiter. Eignungsdiagnostische Verfahren werden von einer wachsenden Zahl von Unternehmen als das probate Mittel erkannt und eingesetzt, um solche Personen unter Bewerbern herauszufiltern und sie unter den eigenen Mitarbeitern besser zu identifizieren. Die jüngste Nachricht in diesem Zusammenhang kommt aus dem Hause SAP. Der Softwarekonzern will im Interesse seiner ehrgeizigen Wachstumsziele den eigenen Vorstand komplett – zuerst TOP-Manager, dann Führungskräfte aus der zweiten und dritten Reihe – zum Führungs-Check antreten lassen.

Der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), der für diese Art von Verfahren bereits 2003 eine Deutsche Industrienorm ins Leben gerufen hat, begrüßt diese Entscheidung von SAP. Sie könnte ein Signal auch für andere Unternehmen sein, sich der Ressource Personal stärker zuzuwenden. Im internationalen Vergleich nutzten noch viel zu wenige deutsche Firmen diese ausgezeichnete Möglichkeit, erklärt BDP-Präsidentin Sabine Siegl. Investitionen an dieser Stelle erzielen - wie zahlreiche Studien belegen – einen enormen „return on investment“. „Jetzt kommt es auf die Qualität an, denn ein solcher Erfolg hat Voraussetzungen“, so Siegl. Als eine der wichtigsten bezeichnet sie eine gute Vorbereitung: Für die zu testenden Führungskräfte muss ein Anforderungsprofil erstellt werden, denn geeignet sei eine Person immer nur für etwas. Zudem liefere ein solches Profil wichtige Anregungen für die Gestaltung des weiteren Verfahrens, z.B. für Interviewfragen und Rollenspiele.

Ein Ergebnis von hoher Güte setze zudem eine ebensolche Qualität bei den Verfahren und den durchführenden Personen voraus, betont Prof. Martin Kersting, Mitglied des DIN-Normenausschusses. Die Qualitätskriterien dafür seien in der die DIN 33430 klar definiert. „Als Königsweg der Diagnostik gilt der Methodenpluralismus - eine anforderungsorientierte, theoriegeleitete Kombination unterschiedlicher diagnostischer Vorgehensweisen. Wer wie SAP durch exzellentes Führungspersonal seine Umsätze bis 2015 auf 20 Milliarden Euro verdoppeln will, sollte nicht an der falschen Stelle sparen.“

Ein internationales Expertengremium unter Leitung von Prof. Lutz Hornke hat nicht zuletzt auf der  Basis der DIN 33430 inzwischen einen internationalen Standard entwickelt, der sicherstellt, dass Mindestanforderungen an die wissenschaftliche Aussagekraft und Methodik erfüllen. Eine endgültige Entscheidung über die Einführung der neuen ISO-Norm 10667 gilt als sicher und wird für Mitte Dezember erwartet. Sie umfasst unter dem englischen Begriff „Assessment“ alle Verfahren, die auf Personen, Gruppen oder Organisationen angewandt werden und Aussagen zur beruflichen Eignung treffen, sei es in Rekrutierungsverfahren, bei Auswahlentscheidungen oder Beförderungen.

Ansprechpartner:
Prof. Lutz Hornke, Prof. Martin Kersting über:
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin

Ansprechpartnerin für die Zertifizierung:
Ute Szenkler, DPA, Tel. 030 - 209 166 312

Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 680
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