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Petition Heilberufe - kultursensible und muttersprachliche Psychotherapie für Menschen mit Zuwanderungshintergrund

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde, Bekannte
und alle, die an einer angemessenen psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund interessiert sind!

am 08.05.2010 verabschiedete die Delegiertenkonferenz des Berufsverbandes der Deutschen Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) mit überwältigender Mehrheit einen An­trag zur Unterstützung einer Petition beim Deutschen Bundestag. Die Petition wurde am gleichen Tag noch an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gesandt.

Es ist das Ziel der Petition, dass im Einwanderungsland Deutschland Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund muttersprachliche, kultur- und gendersensible Psychotherapie als Sozialleistung - insbesondere auch als Regelleistung im Krankenversicherungssystem - finanziert bekommen. Diesbezüglich befinden wir uns hier in Deutschland in einem für ein Einwanderungsland völlig unwürdigen und unhaltbaren Zustand. Die Petition wird noch von vielen weiteren Vereinen und Verbände unterstützt, insbesondere auch von der Berliner Initiative: „Psychologische und psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund in Berlin“ und dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst in Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg.

Wir möchten sie sehr herzlich bitten, diese Mail möglichst breit über ihren eigenen (E-Mail-)Verteiler weiterzuleiten.

Die Petition kann nur noch durch Stimmabgabe per Unterschriftenliste (in Papierform) unterstützt werden. Endtermin für die Einreichung: ca. Ende August 2010 (ein genaueres Datum war vom Petitionsausschuss noch nicht zu erhalten).

Für die schriftliche, direkte Unterstützung gehen Sie folgendermaßen vor:
Für die Unterstützung übersenden wir Ihnen in der Anlage
a) die Petition in der Fassung, wie sie beim Petitionsausschuss vorliegt,
b) eine längere Fassung mit einer etwas ausführlicheren Darstellung der Problematik. Diese enthält vor allem viele wichtige rechtliche Aspekte, die jedoch wegen der vom Petitionsausschuss geforderten extrem kurzen Fassung der Petition (500 Zeichen für die Forderung, 3000 Z. für die Begründung), so nicht in die eigentliche Petition aufgenommen werden konnten, sowie
c) eine Unterschriften- nebst Anschriftenliste.
Bitte senden Sie die Unterschriftenlisten entweder direkt an den DEUTSCHEN BUNDESTAG, Sekretariat des Petitionsausschusses, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel.: (030) 227 35257, E-Mail: post.pet@bundestag.de, oder noch besser: an den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V., BDP, Bundesgeschäftsstelle, z.Hd. von Frau Marion Lange, Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin. Vom BDP werden die eingehenden Unterschriften gesammelt, die Listen nummeriert und in regelmäßigen Abständen an den Petitionsausschuss weitergeleitet.

Weitere Informationen:
Bitte beachten Sie: Artikel 17 Grundgesetz lautet: „Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“ Demgemäß hat jede Person das Recht, die Petition durch ihr Votum zu unterstütze. Es können also auch Menschen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen sowie Kinder die Petition durch ihr Votum unterstütze – allerdings jeweils nur ein Mal.

Sie finden den Text der Petition sowohl in deutscher Sprache als auch in 21 weiteren Sprachen (Übersetzungen) unter www.bdp-verband.de - der Homepage des „Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.“ (BDP). Wir hoffen sehr, dass wir auf diesem Weg sehr viele Menschen mit Zuwanderungshintergrund in Deutschland erreichen können. (Die Übersetzungen liegen für einige Sprachen alternativ nur in der kurzen oder langen Form vor.)

Und nun bitten wir Sie nochmals sehr herzlich: Unterstützen Sie unsere Petition selbst durch Ihr Votum und leiten Sie diese Information an Kolleginnen und Kollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn weiter – auch über Ihren eigenen e-mail-Verteiler -, damit möglichst viele Menschen von der Petition erfahren und sie durch ihr Votum unterstützen. Wir hoffen diesbezüglich auf eine Art „Schneeballeffekt“, um die für eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss erforderliche Stimmenzahl zu erreichen. Jede Stimme zählt und jede einzelne Stimme ist wichtig!

Wir bedanken uns bereits an dieser Stelle für eine hoffentlich breite Unterstützung unseres Anliegens!

Zur Petition in verschiedenen Sprachen

Artikel: Die Zeit Nr. 21, Wissen, Lerne Deutsch oder leide

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Noeske
Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin.
Vorstandsmitglied in der Sektion Klinische Psychologie des BDP e.V.
Jägerstraße 11, 79108 Freiburg
e-noeske@ekseon.de