Der 
Verband
Politik
Publikationen
Profession

Presse
  Pressemitteilungen
  Expertenvermittlung
  Report Psychologie
  Publikationen
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie




    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Datenschutz
      Sitemap




Pressemitteilung
Nr. 08/07
7. Juni 2007

Innenminister einmütig gegen Gewaltspiele

Mehr Augenmerk auf jugendliche Konsumenten

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begrüßt den Beschluss der Bundesinnenministerkonferenz vom 1. Juni 2007, ein Verbot von gewalttätigen Computerspielen per Gesetz durchzusetzen.
Eine neue Studie zur Beziehung von Gewaltkonsum durch Medien und Aggressivität, die der BDP den verantwortlichen Bundes- und Landesministerien zur Kenntnis gegeben hatte, hat eindeutig die Hypothese, dass Gewalt verherrlichende Spiele aggressives Denken und Handeln fördern, in vollem Umfang belegt.
"Je stärker die Beschäftigung mit Kampfspielen ausgeprägt war, desto mehr stimmten Jugendliche physisch-aggressiven Verhaltensweisen als Reaktion auf einen Konflikt zu", fasste die Studienleiterin Frau Dr. Ingrid Möller aus Potsdam ihre Studienergebnisse zusammen. Diese decken sich mit einem Konsens, den letzte Woche 20 internationale Wissenschaftler auf einem Symposium *) in Potsdam verabschiedet haben, in dem es heißt:
"Der Konsum von Mediengewalt erhöht die Wahrscheinlichkeit von Aggression über verschiedene Wirkungsmechanismen auf der Ebene von Verhalten, Emotionen und Gedanken". Er habe außerdem negative Auswirkungen auf andere Aspekte sozialen Verhaltens wie Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen. Es seien überdies keine Nutzergruppen bekannt, die gegenüber den negativen Effekten des Konsums von Mediengewalt immun wären.

Der BDP fordert angesichts dieser Erkenntnisse eine deutlichere Kennzeichnungspflicht, verbesserte Aufklärung der Eltern und ein zu kontrollierendes Verkaufsverbot an Jugendliche unter 16 Jahren. Außerdem sollen durch psychologisch kompetente Interventionsprogramme an den Schulen Schüler, Lehrer, Eltern gemeinsam lernen, Gewalt konstruktiv wahrzunehmen und gewaltfreie Konfliktlösungsmöglichkeiten zu erlernen.
Der BDP sieht in dem beabsichtigten Verbot von Gewaltspielen seine Initiativen zur Eindämmung der Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen voll inhaltlich bestätigt.

*) Symposium "Understanding the Impact of Media Violence Exposure on Agression", vom 31.5. bis 3.6.07 in Potsdam

Ines Landschek
Pressestelle des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. 030 - 209 149 59
Tel. 030 - 209 149 66
c.schaffmann@bdp-verband.org