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Pressemitteilung
Nr. 07/07
10. Mai 2007

"Masterplan" des Verbraucherministers ist höchstens ein Gesellenstück

BDP plädiert für psychologisch basierte Unterstützerprogramme bei Verhaltensänderung

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Entwicklung eines Nationalen Aktionsplanes zur gesunden Ernährung und Bewegung. Besonders erfolgreich sind Initiativen und Kampagnen, die eine dauerhafte Änderung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens zum Ziel haben, indem sie auf interdisziplinären Aktivitäten und Vernetzung basieren.
Der BDP plädiert deshalb für eine starke Verzahnung der Aktionen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Bundesministerium für Gesundheit, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ( BMEVL), der Länder und Kommunen mit denen der Stiftungen, Verbände und anderer Institutionen.
Um der Kampagne Nachhaltigkeit zu verleihen, ist nicht nur das Zusammenwirken unumgänglich, sondern auch eine interdisziplinäre fachliche Herangehensweise, insbesondere hinsichtlich der psychologischen Aspekte des Gesundheitsverhaltens von Menschen. Psychologische Verhaltensaspekte wie z.B. Selbstbild und Gesundheitsbewusstsein, Zufriedenheit mit sich selbst und ein erlebtes soziales Netzwerk, stehen für den Erfolg von Präventionsprogrammen. Dabei muss es Unterstützungssysteme kommunikativer Art geben, so im Austausch des Einzelnen über Hürden und Erfolge bei der Umsetzung, zum Beispiel Erinnerungssysteme, Feedback-Runden oder Nachfragen durch psychologische Gesundheitscoaches der Krankenkassen.

Die Schwierigkeit bei der Umsetzung von Gesundheitsprogrammen liegt häufig im Detail. Das gilt besonders für solche Programme, die die Herausbildung neuer Gewohnheiten zum Ziel haben, die mit stabilen Verhaltensänderungen einhergehen sollen. Die Einbettung der selbst gesteckten Ziele in den Alltag, in das familiäre und Arbeitsumfeld bedarf häufig der fachlichen Unterstützung durch Psychologen. Diese entwickeln mit den Menschen die Vorgehensweisen, mit denen es ihnen gelingt, neues Gesundheitsverhalten in den Alltag zu integrieren, es zu stabilisieren und zur Gewohnheit werden zu lassen.

Um in der ganzen Bevölkerung wirksam zu werden, sollten abgestufte Strategien zum Einsatz kommen. Bei den Programmen, die die Mehrzahl der Menschen betreffen, ist das Umfeld für die Einbettung der Verhaltensänderung in das Alltagsleben von hoher Relevanz.
Eine zweite Strategie sollte auf spezielle Gruppen, wie sehr dicke Kinder oder Erwachsene mit hohem Krankheitsrisiko, zugeschneidert sein. Besonders die zielgruppenspezifischen Programme bedürfen der Kooperation vieler Professionen und müssen psychologische und soziale Komponenten der jeweiligen Gruppe speziell berücksichtigen.
Um einen langfristigen Erfolg zu erreichen, ist es besonders wichtig, die Familiensysteme insgesamt frühzeitig bei der Entwicklung von gesundem Bewegungs- und Ernährungsverhalten zu unterstützen, möglichst schon im Kita- und Vorschulalter.

Pressestelle des BDP
Ines Landschek
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. 030 - 209 149 59
Fax: 030 - 209 149 66
presse@bdp-verband.org