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Pressemitteilung
Nr. 26/06
26. November 2006

BDP fordert Ausbau der Schulpsychologie

Psychologen beklagen seelische Not vieler Kinder und Jugendlicher

Der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) hat am Sonntag auf seiner Tagung in Nürtingen eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Schulen sowie eine verstärkte psychologische Unterstützung aller am Schulleben Beteiligten gefordert. In einem einstimmig angenommenen Initiativantrag heißt es: "Nach Emsdetten kann niemand mehr die Augen verschließen vor der seelischen Not vieler Kinder und Jugendlicher in unseren Schulen und vor den begrenzten Möglichkeiten selbst engagierter Lehrkräfte."
Die jugendlichen Täter von Erfurt und Emsdetten - so der BDP - waren Verlierer und als Amokläufer Einzelfälle. Im gesamten Schulsystem seien Verlierer dagegen keine Einzelfälle. Die im BDP organisierten Psychologinnen und Psychologen halten es für völlig unakzeptabel, dass rund ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler keine Chance haben, eine grundlegende Bildung zu erwerben und damit von der demokratischen Teilnahme an der Gesellschaft, von Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit so gut wie ausgeschlossen sind. Fast ebenso viele Jugendliche seien in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung bedroht.

Wegen der Komplexität der Ursachen erwartet der BDP von den politischen Entscheidungsträgern mehr als eine Antwort. Die Familien zu fördern und zu unterstützen, ist aus Sicht der Psychologen nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Der zweite Schritt müsse dringend folgen: die bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Schulen sowie deren bessere Unterstützung durch verschiedene Professionen. Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern fordern schon seit langer Zeit die Hilfe von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im schulischen Alltag. Schüler, ihre Eltern und Lehrer, das gesamte Schulsystem seien ebenso auf Förderung und Unterstützung angewiesen.

Um Anschluss an die europäischen Standards zu erreichen, fordert der BDP die Schulpsychologie in Deutschland so auszubauen, dass bis zum Jahr 2010 eine Relation von 1 : 5000 und bis 2015 eine Relation von 1 : 1000 erreicht wird.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org