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Pressemitteilung
Nr. 18/06
22. September 2006

Deutschland geht in der Bildung nicht in die richtige Richtung

17. Bundeskonferenz für Schulpsychologie lieferte Impulse für mehr Leistung an Schulen

In Köln ging heute die 17. Bundeskonferenz für Schulpsychologie zuende. 350 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet und angrenzenden europäischen Ländern hatten seit Montag über Probleme an deutschen Schulen und die Möglichkeiten zur Unterstützung von Schülern, Lehrern und Eltern durch die Schulpsychologie gesprochen. Erörtert wurden neben Methoden und Maßnahmen zur Förderung sowie zur Hilfe in Krisensituationen auch Impulse für das Schulsystem.

In über 100 Vorträgen und Workshops, an denen neben Schulpsychologen auch Lehrer und Vertreter anderer Berufsgruppen teilnahmen, wurde deutlich, dass weder das Schulsystem, die Schulaufsicht und Verwaltung, noch die einzelne Schule ohne die Kompetenz von Schulpsychologen auskommen und sich in die richtige Richtung entwickeln.

Mehr Geld für das Bildungssystem, wie es Bundespräsident Horst Köhler in seiner Berliner Rede gefordert hat, verlangten auch die Schulpsychologen, nicht nur, aber auch zur besseren personellen Ausstattung der schulpsychologischen Dienste. In den nächsten Jahren werden nach den Worten der Vorsitzenden der Sektion Schulpsychologie im BDP, Elfriede Mittag, viele Schulpsychologen aus Altersgründen aus dem Dienst ausscheiden. Wenn ihre Stellen, wie heute schon Praxis, aus Kostengründen nicht wieder besetzt würden, gingen wichtige Erfahrungen aus jahrzehntelanger Arbeit verloren, erklärte Mittag beim Empfang der Schulpsychologen durch den Kölner Oberbürgermeister, Fritz Schramma.

Kritik übten viele Teilnehmer an den in Deutschland eingeleiteten Reformen. Sie führen nach Ansicht vieler Schulpsychologen nicht in die richtige Richtung, ja, widersprechen an einigen entscheidenden Stellen sogar den Veränderungen, die für die Verbesserung des Schulsystems unabdingbar seien. "Schulpsychologie ist seit langem ein Frühwarnsystem", so Elfriede Mittag. "Bereits sehr zeitig merken Schulpsychologen, wenn aus kritischen Einzelfällen eine kritische Gesamtsituation wird, und können dann handeln bzw. der Politik Handlungsbedarf signalisieren. Das beste Frühwarnsystem taugt jedoch nicht, wenn Politiker nicht auf den Rat der Experten hören."

Zum Abschluss der Bundeskonferenz für Schulpsychologie beschlossen die Teilnehmer, eine europäische Vereinigung von Schulpsychologen auf den Weg zu bringen. Ihr Ziel: Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen, voneinander lernen, unterschiedliche politische Weichenstellungen für eine bessere Bildung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit vergleichen.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org