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Pressemitteilung
Nr. 06/06
4. April 2006

Kinder sind auch Menschen

Psychologenverband unterstützt Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland und die Aktion "Hier geblieben"

Am 5. April 1992 trat durch Hinterlegung der Ratifikationsurkunde die UN-Kinderrechtskonvention für Deutschland in Kraft. Die Bundesrepublik hatte sich mit der Ratifizierung des 1989 beschlossenen Dokuments Zeit gelassen. Leider gilt das auch für die Umsetzung der Konvention im eigenen Land. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) macht aus Anlass des Jahrestages auf die Lage von ca. 50.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland aufmerksam, die in unserem Land nur geduldet sind, ohne gesichertes Aufenthaltsrecht und ohne Aussicht auf berufliche Ausbildung und Perspektive. Die Erfahrung zeigt, dass das Zuwanderungsgesetz für diese Kinder und Jugendlichen keine Lösung bietet. Zu einer Bleiberechtsregelung haben sich die Innenminister der Länder nicht entschließen können.
Internationale Standards, die allen Kindern die gleichen Rechte zusprechen, wie Zugang zu Schulen und zum Gesundheitssystem, werden dadurch verletzt. Menschenrechtsorganisationen, Flüchtlingsinitiativen, aber auch Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Richter- und Rechtsanwaltsvereinigungen fordern daher ein Bleiberecht für langjährig Geduldete. Der BDP unterstützt die Aktion "Hier geblieben", die u.a. vom Flüchtlingsrat Berlin, dem Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem GRIPS-Theater im Interesse einer vollständigen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Bundesrepublik ins Leben gerufen wurde. Insbesondere tritt der BDP dafür ein,

  • dass alle Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland zur Schule oder in den Kindergarten gehen, hierher geflohen sind und seit Jahren hier leben, weiterhin das Recht haben sollen, mit ihren Eltern und Verwandten in der BRD zu bleiben,
  • dass sie im entsprechenden Alter die Möglichkeit bekommen, einen Beruf zu erlernen,
  • dass ihre Eltern das Recht haben sollen, in Deutschland zu arbeiten und
  • dass ihnen erlaubt wird, ohne Risiko für ihr Bleiberecht zu reisen.

In den Medien werden Menschenrechtsverletzungen in entfernten Regionen immer wieder angeprangert. Dass Kinderrechte auch Menschenrechte sind und Deutschland diese Rechte zum Teil verletzt, sollte dabei nicht vergessen werden.

Ansprechpartner:
Dr. Klaus Neumann
Präsidiumsbeauftragter des BDP für Kindeswohl und Kinderrechte
089-69 63 06

Siehe auch:
www.hier.geblieben.net

Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org