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Pressemitteilung
Nr. 32/05
19. Dezember 2005

Besser vorbereitet auf Extremereignisse

BDP und MHD vereinbaren enge Zusammenarbeit

Knapp ein Jahr nach der Tsunami-Katastrophe unterzeichnen der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) und der Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD) am 20. Dezember in Köln eine Kooperationsvereinbarung. Das Dokument wird im Generalsekretariat des MHD durch die BDP-Präsidentin Carola Brücher-Albers und MHD-Präsident Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin signiert.

Im Kern geht es um die Qualität der Versorgung nach Extremereignissen, die Prävention von posttraumatischen Anpassungs- und Belastungsstörungen und die Ausbildung für den Bereich Notfallvorsorge. Der Tsunami und die Folgen hatten deutlich gemacht, dass große Hilfsbereitschaft nicht immer gleichbedeutend mit effektiver und professioneller Hilfe ist. Auf der Suche nach einem im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung spezialisierten und anerkannten Partner fanden BDP und MHD zueinander.

Vorteile ergeben sich für beide Seiten und am Ende für alle, die von Großschadensereignissen betroffen sind - Opfer, Angehörige und nicht zuletzt Helfer. In einem ersten Schritt sollen die notfallpsychologischen Konzepte des MHD durch den BDP überprüft und ggf. weiterentwickelt werden. Damit wird eine Ausbildungszertifizierung vorbereitet. Der MHD bietet die Organisation von Schulungen für Psychologen zu Strukturen und Abläufen im Rettungswesen, Praktika und Übungen für Großschadenslagen an. Clivia Langer, Leiterin der Fachgruppe Notfallpsychologie im Verband, sieht darin eine große Chance für Psychologen, ihr Wissen aus Studium und Praxis um die bei Notfällen unverzichtbare Kenntnisse der Stabsarbeit zu erweitern und das Feld der Gegebenheiten und Anforderungen für Helfer im Rettungsdienst kennenzulernen.

Zusammenarbeiten wollen beide Organisationen auch beim Aufbau und der Unterhaltung einer Hotline für künftige Großschadensereignisse. Gedacht ist außerdem an ein qualitätsgesichertes Experten-Register Notfallpsychologie und Traumatherapie. Rascher sollen so im Notfall qualifizierte Helfer mobilisiert werden können. Für den MHD spielt das Element der Fürsorge gegenüber den eigenen Mitarbeitern eine wichtige Rolle, weshalb auch die Prävention von posttraumatischen Belastungsstörungen und Burnout-Syndrom bei Rettungskräften Gegenstand der Kooperation sein wird.

Für wichtig halten beide Partner auch die Evaluation und Weiterentwicklung von Ausbildungsteilen und praktischen Übungen zur Vorbereitung auf Extremereignisse.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org