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Pressemitteilung
Nr. 26/05
11. November 2005

Psychologen machen sich stark für Patientenverfügungen

Deutscher Psychologentag in Potsdam setzt seine Beratungen fort

Beim Deutschen Psychologentag in Potsdam, wo seit gestern (Donnerstag) rund 600 Psychologen aus dem deutschsprachigen Raum konferieren, haben sich Vertreter des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) für eine möglichst rasche gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Nachdem bereits die alte Bundesregierung ein entsprechendes Gesetz auf den Weg aber nicht mehr durchs Parlament gebracht hatte, sei dies eine wichtige Aufgabe der neuen Regierung. Die beim Kongress anwesenden Experten verschiedener Verbände empfahlen vor dem Verfassen einer solchen Verfügung unbedingt eine Beratung. Nur so könnte die Verfügung individuell auf den Verfasser zugeschnitten werden und später für Ärzte und Betreuer eindeutig sein. Vom Ausfüllen jedweder vorgedruckter  Formulare rieten sie ab. Sie plädierten im Unterschied zur Enquete-Kommission des Bundestages mit Nachdruck dafür, Patientenverfügungen auch auf Krankheiten zu beziehen, die noch keinen tödlichen Verlauf haben, wie Demenz und Wachkoma.
Der BDP unterstützt auch den Vorschlag der bisherigen Justizministerin Zypries, dass Patientenverfügungen nicht schriftlich verfasst sein müssen und dass weitgehend auf formale Vorgaben verzichtet werden soll. Dies diene der Selbstbestimmung des Patienten.

Problematisiert wurde während des Kongresses in Potsdam von verschiedenen Seiten die Frage, von welchem Alter an Jugendlichen das Recht auf Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen gegeben werden solle und wo die Grenze für die Entscheidungsfähigkeit von Patienten mit psychischen Erkrankungen liege.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org