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Pressemitteilung
Nr. 20/05
5. August 2005

Psychologen fordern fachliche Beratung für Verkehrssünder

Nicht jede angebliche Hilfe bringt die Fahrerlaubnis zurück

Europa wird künftig über ein einheitliches Fahrerlaubnisrecht verfügen. Die Weichen dafür werden zurzeit gestellt. Verkehrspsychologen aus den maßgeblichen deutschen Verbänden haben deshalb notwendige Harmonisierungsschritte auf europäischer Ebene erörtert. In diesem Zusammenhang setzten sich die Verkehrspsychologen für eine fachliche Beratung aller Kraftfahrer ein, denen die Fahrerlaubnis entzogen wird. Diese Beratung sollte bereits nach der richterlichen Entscheidung und nicht erst kurz vor dem MPU-Gutachten einsetzen. Viele Kraftfahrer würden bislang zu spät oder an falscher Stelle - bei Erfolg versprechenden Scharlatanen - Rat suchen.
Adalbert Allhoff-Cramer, Vorsitzender der Sektion Verkehrspsychologie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) dazu: "Die gegenwärtige Situation erlaubt es vielen Kraftfahrern, nach dem Entzug der Fahrerlaubnis den Kopf in den Sand zu stecken und notwendige Veränderungen hinauszuschieben. Wir plädieren dafür, durch Fachleute sehr zeitig die individuellen Voraussetzungen zu prüfen und auf den Einzelnen zugeschnittene Empfehlungen zu geben. Das kann keine Ratgeber-Literatur leisten."
Die Verkehrspsychologen verweisen auf die Klagen vieler Kraftfahrer nach der Fahreignungsbegutachtung, sie hätten nicht gewusst, worauf es ankomme. So könnten Monate oder gar Jahre vergehen bis zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, meint Allhoff-Cramer. Mit seinen Kollegen aus dem Arbeitskreis ist der BDP-Funktionär sich einig, dass gesetzliche Regelungen für eine fachliche Beratung der Betroffenen die beste Lösung sind. Vergleichbare richterliche und behördliche Anordnungen gebe es schon jetzt, etwa für die Teilnahme an Aufbauseminaren von Fahranfängern nach wiederholten Verkehrsauffälligkeiten in der Probezeit.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
E-Mail: presse@bdp-verband.org

Adalbert Allhoff-Cramer
040 -79 41 64 16