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Pressemitteilung
Nr. 19/05
15. Juli 2005

Begriff "Fachtherapeut für Psychotherapie" darf nicht verwendet werden

Urteil gegen Thomas Bastian jetzt rechtskräftig

Im November 2004 erwirkte der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) ein Urteil des Landgerichts Bamberg gegen die Th. Bastian Akademie Bamberg. Darin wurde festgestellt, dass der Begriff "Fachtherapeut für Psychotherapie" dem Verbraucher eine besondere, akademische Qualifikation suggeriere und daher irreführend bei Absolventen des Lehrgangs und auch für den Verbraucher ist. Das Gericht folgte der Argumentation des BDP, dass bei der Verwendung der Bezeichnung "Fach-" vom Verbraucher eine spezifische Qualifikation angenommen wird, die auf einem vorgehenden akademischen Abschluss aufbaut.
Das Gericht erklärte in der Urteilsbegründung auch die Bezeichnung "Fachtherapeut für Psychotherapie HpG" für irreführend, wobei "HpG" für Heilpraktikergesetz steht. Die Bastian Akademie legte gegen dieses Urteil Berufung ein. In der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Bamberg berichtet der Anwalt des BDP, Dr. Peter-Andreas Brand, Kanzlei Redeker Sellner Dahs & Widmaier, dass das Gericht mündlich ausdrückte, sich der Argumentation des BDP voll anschließen zu wollen. Darüber hinaus sah das OLG in der mündlichen Verhandlung sogar den Straftatbestand des § 132a StGB (Führung falscher Titel) erfüllt.
Das zum Juli angekündigte schriftliche Urteil konnte nicht mehr erfolgen, da die Bastian Akademie kurz vor der Verkündung des Urteils die Berufung zurückzog. Der BDP wird solche Manöver nicht unbeantwortet lassen und die Aufgaben des Schutzes der Verbraucher sowie der Psychologen und Psychotherapeuten nachdrücklich weiter verfolgen.
Anschließend an die kürzlich erfolgte neue Abmahnung gegen Bastian wird aktuell die Klage gegen die Verwendung der Bezeichnung "Fachtherapeut für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz" vorbereitet, die Bastian aktuell noch nutzt.

Für Verbraucher zeigt dieser Fall deutlich, dass es wichtig ist, auf seriöse und etablierte Titel zu achten und gegenüber unbekannten Bezeichnungen, kreativen Wortschöpfungen, englischen oder anderen wohlklingenden Namensgebungen skeptisch zu sein und diese hinsichtlich der Ausbildung kritisch zu hinterfragen. Wer einen akademischen Titel hat, erwähnt ihn auch, so dass beim Fehlen eines solchen in der Werbung besondere Vorsicht angebracht ist. Der BDP wird in den nächsten Wochen gegen jene Heilpraktiker vorgehen, die mit den oben genannten irreführenden Bezeichnungen werben. Da jedoch ständig Neuschöpfungen auftauchen, müssen auch die Verbraucher darauf achten, wem sie ihr Vertrauen schenken

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.
Fredi Lang
Referent für Fachpolitik
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. 030 - 209 149 57
Fax 030 - 209 149 66
f.lang@bdp-verband.org