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Pressemitteilung
Nr. 12/05
1. Juni 2005

Gleichstellungsgrundsatz muss gewahrt werden

BDP fordert angemessene Vergütung für Psychotherapeuten in Ausbildung
Gespräch mit MdB Ursula Sowa (Bündnis 90 / Die Grünen)

Vertreter des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) unterstrichen heute in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Ursula Sowa (B. 90 / Grüne) ihre Forderung nach angemessener Vergütung für Psychologische Psychotherapeuten in Ausbildung. An dem Gespräch in Berlin nahmen drei Psychotherapeuten in Ausbildung, begleitet von Armin Traute, Hauptgeschäftsführer des BDP und Hans-Werner Stecker, Vorstandsmitglied des Verbands der Psychologischen Psychotherapeuten im BDP teil.
Anlass für das Gespräch war eine Petition an den Deutschen Bundestag, die im Dezember vergangenen Jahres von 13 im BDP organisierten Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) erstunterzeichnet wurde und die mittlerweile von rund 1.500 Betroffenen, Einzelpersonen und Verbänden unterstützt wird. Darin wird gegen die Ausbeutung der PiA innerhalb der bestehenden Ausbildungsverhältnisse protestiert.

"Es war gut, dass Sie Alarm geschlagen haben", resümierte MdB Sowa das Treffen, und zeigte sich von den finanziellen Sorgen der Psychotherapeuten in Ausbildung betroffen. Weil der Gesetzgeber 1999 die Qualifizierung zum Psychotherapeuten als Ausbildung, aufbauend auf dem Psychologie-Diplom, geregelt hat, arbeitet heute die Mehrheit dieser PiA als kaum bis schlecht bezahlte "Azubis".
Ursula Sowa zeigte sich hierüber verwundert und bestätigte, dass der Gleichstellungsgrundsatz zum Beispiel gegenüber den Ärzten gewahrt sein müsse.
In dem von beiden Seiten als fruchtbar bezeichneten Gespräch konnten die BDP-Vertreter die Notwendigkeit einer Novellierung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum PsychThG mit dem Ziel einer besseren Vergütung der Psychotherapeuten in Ausbildung erfolgreich vermitteln. Eine solche Novellierung steht angesichts der zukünftigen Bachelor- und Masterabschlüsse ohnehin an. Ursula Sowa hielt sie prinzipiell für realisierbar, zeigte sich aber auch für kurzfristig Übergangslösungen, z.B. im Rahmen der Fallpauschalen, aufgeschlossen, um die sehr prekäre Situation der PiA zu verbessern.

Für die Umwandlung der früheren Arzt-im-Praktikum-Stellen (AiP) in Assistenzärzte-Stellen hat die Bundesregierung in diesem Jahr einmalig 300 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Die Verbandsvertreter machten deutlich, dass eine sofortige volle Vergütung aller rund 2.000 Psychotherapeuten in Ausbildung, die derzeit die praktische Tätigkeit in Krankenhäusern durchlaufen und dabei in der Regel als vollwertige Diplom-Psychologen beschäftigt werden, den Staat bzw. die Kassen nur rund 60 Mio. Euro kosten würde.
Aufgrund der derzeitigen Vergütungssituation von Psychotherapeuten in Ausbildung hat das Interesse von Psychologen, sich zum Psychotherapeuten ausbilden zu lassen, spürbar nachgelassen. Derzeit wird nicht einmal die Hälfte des durch Ausscheiden pensionierter Psychotherapeuten entstehenden Bedarfes an frisch ausgebildeten Psychotherapeuten gedeckt, so dass sehr bald mit einem ähnlichen Fachkräftemangel zu rechnen ist wie derzeit bei den Ärzten.

Wegen der bevorstehenden Neuwahlen machte Sowa deutlich, dass eine zeitliche Verzögerung in der Bearbeitung von Gesetzentwürfen und Petitionen eintreten werde. Sie sagte aber zu, sich persönlich um den Fortgang der Petition zu bemühen.
"Es hat gut getan zu sehen, dass Ursula Sowa die bestehende Not gesehen hat und etwas tun will", kommentierte die Initiatorin der Petition, Anna Konstantina Richter, das Treffen



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org