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Pressemitteilung
Nr. 7/05
17. April 2005

Kinder sind in Deutschland mit keiner Lebensphase kompatibel

Hessische Landespolitikerin Schulz-Asche bei Psychologenkonferenz in Frankfurt/Main
Delegierte öffnen Psychologenverband für Bachelor und Master

Am Wochenende tagte in Frankfurt am Main die 50. Delegiertenkonferenz des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). 115 Delegierte der rund 13.000 im BDP organisierten Diplom-Psychologen berieten über aktuelle berufspolitische Themen und stellten die Weichen für die Zukunft der 1946 gegründeten Organisation.
Mit überwältigender Mehrheit beschlossen die Delegierten eine Satzungsänderung und öffneten den BDP damit für die neue Generation der Absolventen von Bachelor- und Masterstudiengängen. Auch wenn der adäquate Abschluss zum Diplom der Master sei, werde der BDP wegen gemeinsamer Zielvorstellungen, Menschen- und Gesellschaftsbilder Bachelor-Psychologen in Zukunft aufnehmen.

Starke Unterstützung durch die Delegierten fand die Petition von Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung an den Petitionsausschuss des Bundestages, in der dringend Änderungsbedarf an den Gesetzgeber signalisiert wird, was die geltende Ausbildungs- und Prüfungsordnung betrifft. Es gehe nicht an, dass Diplompsychologen auf eigene Kosten eine Psychotherapieausbildung bezahlen müssen und in dieser Zeit vollwertige Psychologenarbeit für ein Taschengeld leisten. Die offene Benachteiligung gegenüber ärztlichen Psychotherapeuten sei nicht länger hinzunehmen. Die vom BDP initiierte Petition trägt inzwischen mehr als 1300 Unterschriften und wird auch von der Bundespsychotherapeutenkammer und anderen Psychotherapieverbänden unterstützt.
In diesem Punkt wurden die Delegierten von der Gastrednerin, Kordula Schulz-Asche, Mitglied des hessischen Landtags und Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Sozial-, Gesundheits-, Familien- und Kinderpolitik unterstützt. Die steigende Nachfrage verlange in die Ausbildung von Fachleuten für das Gesundheitswesen stärker zu investieren; sonst sei ein Fachkräftemangel über den Psychotherapiebereich hinaus vorprogrammiert.

Schulz-Asche ging in ihrem Gastvortrag auf den demografischen Wandel in Hessen ein und benannte die Aufgaben der Politik in diesem Zusammenhang. Dass es viel zu wenige Kinder gebe, habe sehr viel mit einem traditionellen Frauenbild und mit ideologischer Blindheit gegenüber neuen Familienformen zu tun. Auch die Zersiedelung der Landschaft, die Angst vor Überfremdung und die Bedenken der Wirtschaft gegenüber einer steuernden Sozialpolitik trügen Mitschuld an der Situation. Aufgabe der Politik ist nach den Worten von Kordula Schulz-Asche die Stärkung der Familien durch eine entsprechende Gestaltung von Rahmenbedingungen. Kinder, so erklärte sie vor den Delegierten des BDP, haben das Recht auf Lebensumstände, die ihre Gesundheit fördern und ihre Lebensperspektive verbessern. Sie kritisierte, dass es Männern und Frauen immer schwerer gemacht werden, ihren Kinderwunsch zu realisieren. Weder Ausbildung, noch Berufseinstieg oder Karriere seinen heute in Deutschland mit Kindern kompatibel.
Offene Ohren bei den Delegierten fand Schulz-Asche, als sie dafür eintrat, bei der Umsetzung des Präventionsgesetzes stärker auf die Verhältnisprävention zu achten. Als Anregung nahm sie die Aufforderung mit, in Zukunft bei Kampagnen und Programmen deutlicher von Anfang an die Einbindung von Psychologen festzuschreiben, die mit ihrer Kompetenz viel zum Erfolg beitragen könnten.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org