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Pressemitteilung
Nr. 2/05
1. Februar 2005

Vorsicht: Täuschungsmanöver

Panikmache durch KV Berlin läuft auf bewusste Täuschung der Öffentlichkeit hinaus

Die KV Berlin hat zum 1. Februar unter der Überschrift "Ambulante fachärztliche Versorgung der Berliner gefährdet" zu einer Pressekonferenz eingeladen, in der sie über das drohende finanzielle Desaster und die schwerwiegenden Folgen für die ärztliche Versorgung in der Hauptstadt aufmerksam machen will. Die KV beklagt, dass aus dem fachärztlichen Bereich Gelder in Millionenhöhe zur Finanzierung der Psychotherapie abgezweigt werden sollen und dies die gesundheitliche Versorgung in Berlin bedroht.

Dem widerspricht der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) ganz entschieden. Der VPP-Landesfachverband Berlin im BDP befürchtet, dass die KV so einen Keil zwischen die Psychologischen Psychotherapeuten und die Ärzteschaft treibt. Dieser Verdacht drängte sich bereits auf, als die KV in unterschiedlich abgefassten Briefen Psychologische Psychotherapeuten und Ärzte über die durch ein Urteil des Bundessozialgerichts anstehende Nachvergütung für Psychotherapeuten informierte. Die Tonlage, in der das Schreiben an die Ärzte abgefasst ist, suggeriert, die Psychologischen Psychotherapeuten seien für den Rückgang der Facharzthonorare verantwortlich.. Stattdessen, so die Vorsitzende des VPP Berlin, Eva-Maria Schweitzer-Köhn, sollte die KV aufzeigen, dass die Nachzahlungen den Psychotherapeuten gerichtlich verbrieft auf Grund erbrachter Leistungen zustehen.

Der BDP fragt weiter, wo denn die 300 Millionen Euro geblieben seien, die 1999 zur Verfügung gestellt wurden, um nach Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes die Integration der Psychotherapie in das kassenärztliche System zu gewährleisten. Dieses Geld hätte für Rückstellungen genutzt werden müssen. Das ist nicht geschehen. Stattdessen senkten einige KVen die Honorare für Psychotherapeuten unter das Existenzminimum und provozierten damit eine Auseinandersetzung vor dem Bundessozialgericht. Bis zur Urteilsverkündung hätte ein solider Geschäftsmann unbedingt weitere Rücklagen gebildet, um - egal, wie die Entscheidung am Ende aussieht - gerüstet zu sein. Einige KVen haben das getan. Berlin gehört offenbar nicht dazu und verlangt nun eine 100prozentige Übernahme der fälligen Gelder durch die Kassen. Die KV Berlin ist in dieser Sache vor das Schiedsamt gezogen. "Das steht ihr frei", meint, Eva-Maria Schweitzer-Köhn. Gegen eine Beteiligung der Kassen an den Kosten spricht aus ihrer Sicht nichts. Hochproblematisch sei es jedoch, wenn die KV jetzt Fachärzte und Öffentlichkeit aufwiegelt, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. "Es wurde schlecht gewirtschaftet und nicht vorausschauend geplant. Das Ergebnis will man jetzt uns in die Schuhe schieben", so Schweitzer-Köhn. "Spätestens im Januar 2004 war klar, dass es Nachvergütungen an die Psychologischen Psychotherapeuten und die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geben würde."

Psychologische Psychotherapeuten und Fachärzte arbeiten an vielen Stellen gut zusammen, betont der BDP. Die Aufgabe der KV ist es, die vorhandenen Mittel unter ihren Mitgliedern - Ärzten, Fachärzten und Psychologischen Psychotherapeuten - so zu verteilen, dass alle existenzfähig sind und die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung gewährleistet bleibt. Mit ihrer Schuldzuweisung an die Psychologischen Psychotherapeuten erweist sich die KV als nicht integrationsfähig.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 209 149 59
Fax: (49) 30 - 209 149 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org