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Pressemitteilung
Nr. 20/04
7. Dezember 2004

Psychologische Leistungen im Krankenhaus künftig besser abgesichert

Kinder, die an Epilepsie, Krebs oder am Herzen erkrankt sind, benötigen nicht nur eine optimale ärztliche und pflegerische Versorgung, sondern häufig auch eine psychologische Betreuung, und die Eltern solcher Kinder suchen immer wieder das unterstützende Gespräch von Experten im Krankenhaus.

Mit der Einführung des Fallpauschalensystems in den Krankenhäusern drohte nun das Aus für solche Gesundheitsdienstleitungen. Hintergrund ist die Einführung der "Fallpauschalen" in den Krankenhäusern, mithilfe derer die Krankenhäuser künftig ihre Leistungen bei den Krankenkassen abrechnen. Unter 661 dokumentationsfähigen und damit versorgungsrelevanten Fallpauschal-Ziffern im Leistungskatalog 2001 stammten nur drei aus dem psychologischen Bereich.
Seit 2001 hat sich daher der BDP innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Versorgung im Akutkrankenhaus für die Dokumentationsfähigkeit psychologischer, psychotherapeutischer und psychosozialer Leistungen im neuen Abrechnungssystem eingesetzt - und war jetzt erfolgreich.

Rupert Roschmann, Sprecher der BDP Fachgruppe Psychologen im Allgemeinkrankenhaus, betont: "Die erst in diesem Oktober beschlossene Aufnahme von Ziffern für psychologische Tätigkeiten in den amtlichen Katalog ist ein wichtiger Erfolg. Nun können und müssen wir Krankenhauspsychologen unsere Leistungen und deren Notwendigkeit verdeutlichen."
Dies ist das Ergebnis beharrlicher Lobbyarbeit bei den verantwortlichen Politikern und Behörden. Unter anderem hatte die Fachgruppe Psychologen im Allgemeinkrankenhaus eine Befragung der im Krankenhäusern tätigen Psychologen durchgeführt.

Ab nächstem Jahr werden es nun 20 Einzelziffern und 21 sogenannte Komplexziffern ermöglichen, eine breite Palette von Leistungen zu erfassen, darunter die Krisenintervention, aber auch Patientenschulung, Elternberatung und integrierte psychologische und psychosoziale Therapie, Beratung und Schulung. Dem in den letzten Jahren zu beobachtenden Personal- und Leistungsabbau in der Krankenhäusern im psycho-sozialen Bereich kann damit entgegen gewirkt werden.
Dann sind das an Epilepsie, Krebs oder am Herz erkrankte Kind und seine Eltern und alle anderen Patienten nicht mehr allein darauf angewiesen, dass das Krankenhausmanagement die bisher als notwendig erachteten Leistungen beibehält bzw. nicht weiter kürzt, sondern sich auf ein definiertes und dokumentiertes Spektrum von möglichen Leistungen berufen können.

Insbesondere bei komplexen Erkrankungen, die ein Zusammenwirken unterschiedlicher Berufsgruppen erfordern, sind die neuen Ziffern von wesentlicher Bedeutung für die Dienstleistungsqualität und damit den Gesundungsprozess des Patienten.
Allerdings wird die Dokumentation in 2005 eine deutlich positive Wirkung auf die Krankenhausstruktur im Sinne der Bereitstellung früherer Leistungsumfänge zur ganzheitlichen Versorgung frühestens im Folgejahr entfalten.

Zur Unterstützung der Dokumentation ist von der BAG Psychosoziale Versorgung im Allgemeinkrankenhaus ein Kodierleitfaden erstellt worden, der soeben veröffentlicht worden ist und der den Krankenhauspsychologen helfen soll, ihre Leistungen richtig zu codieren.



Ihr Ansprechpartner:
Rupert Roschmann
Tel. (49) 841 - 880 25 94
rupert.roschmann@klinikum.ingolstadt.de


Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org