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Pressemitteilung
Nr. 6/04
23. Juni 2004

Internationale Psychologenverbände besorgt über das Krisenmanagement zu den Olympischen Spielen

BDP: Sportler und Besucher brauchen mehr Sicherheit

Die Föderation Europäischer Psychologenverbände (EFPA) und die Amerikanische Psychologen Vereinigung (APA) haben sich in einer Pressemitteilung besorgt über Mängel bei der Vorbereitung der Olympischen Spiele in Athen geäußert. EFPA und APA vertreten zusammen rund 300.000 Psychologen.
Anfragen beider Vereinigungen haben ergeben, dass das griechische Organisationskomitee keine notfallpsychologischen Vorkehrungen für Krisensituationen, z.B. bei einem terroristischen Anschlag oder ein Erdbeben getroffen hat. EFPA-Präsident Tuomo Tikkanen betonte die Bedeutung psychologischer Hilfe als Teil eines professionellen Krisenmanagements. Sidney und Lillehammer hatten seinerzeit im Rahmen von Krisenplänen entsprechende Vorkehrungen getroffen. Diplom-Psychologin Clivia Langer, Leiterin der Fachgruppe Notfallpsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), erinnert an den jüngsten Anschlag in Madrid, der sehr deutlich gezeigt habe, wie notwendig psychologische Hilfe neben der medizinischen in Krisensituationen ist.

Seit Sidney sei die terroristische Gefahr gewachsen, umso mehr brauche es notfallpsychologische Strategien für ein Ereignis wie die Olympischen Spiele, die im Fokus von Terroristen stehen. Sportler und Besucher aus aller Welt erwarteten nicht nur moderne und schöne Sportstätten und spannende Wettkämpfe. Sie vertrauten auch darauf, dass nach Katastrophen oder extrem belastenden Ereignissen Betroffenen, Angehörigen und Einsatzkräften die denkbar beste, d.h. fachlich qualifizierte notfallpsychologische Unterstützung zu Teil wird. "Wenn Athen darauf bislang nicht vorbereitet ist, ist es höchste Zeit, nach dem Beispiel Sidneys ein internationales Netz aus Psychologen zu schaffen, die sich während der Olympischen Spiele bereit halten." Dies könne in Zusammenarbeit mit Verbänden und Hilfsorganisationen geschehen, die über erfahrene Helfer für Krisenintervention und Nachsorge verfügen.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org