Der 
Verband
Politik
Publikationen
Profession

Presse
  Pressemitteilungen
  Expertenvermittlung
  Report Psychologie
  Publikationen
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie




    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Datenschutz
      Sitemap




Pressemitteilung
Nr. 25/03
10. Dezember 2003

Praxisgebühr hoch drei - KBV und Krankenkassen kassieren bei Psychotherapiepatienten mehrfach

Sonderbehandlung verstößt gegen geltendes Recht
Berufsverband Deutscher Psychologen erwägt juristische Schritte

In Berlin wollen Krankenkassen und KBV heute die gestern vom Bundesschiedsamt gefassten Beschlüsse in einen Bundesmantelvertrag gießen. Nach vorläufigen Aussagen der KBV-Pressestelle droht Psychotherapiepatienten eine mehrfache Belastung mit der ab Januar 2004 geltenden Praxisgebühr. Statt bei einer Neuverhandlung des Bundesmantelvertrages endlich auch Psychotherapeuten ein Überweisungsrecht einzuräumen oder mindestens der Forderung des BDP nach einem Überweisungsäquivalent zu folgen, liegt nun anscheinend ein Entwurf vor, der Psychotherapeuten und ihre Patienten noch stärker benachteiligt als dies in der Vergangenheit ohnehin schon geschehen ist. Jetzt soll nicht einmal mehr die Überweisung zum Psychotherapeuten möglich sein, d.h. Patienten müssen in jedem Fall eine Praxisgebühr entrichten. Wer außerdem noch seinen Hausarzt oder einen anderen Facharzt konsultieren muss und womöglich auch noch einen Zahnarzttermin hat, ist statt mit 10 mit 30 Euro im Quartal dabei.

Eine Veranlassung für diese Verschärfung gibt es nicht; ohne Not hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung bislang gegen die Interessen der Psychotherapie-Patienten und der Psychotherapeuten verhandelt. Rechtlich steht eine solche Sonderbehandlung von Patienten, die einer Psychotherapie bedürfen, auf tönernen Füßen. Sie ist weder durch das Sozialgesetzbuch noch durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz gedeckt. Die psychotherapeutische Versorgung ist im Unterschied zur zahnärztlichen Bestandteil der ambulanten ärztlichen Versorgung. Es drängt sich der Verdacht auf, dass nicht die korrekte Ausgestaltung der Gesetze, sondern die Bereicherung an Psychotherapiepatienten den Hintergrund für die Diskussionen bildet. Der BDP wird daher rechtliche Schritte detailliert prüfen. Der Verband wird darüber hinaus Patienten unterstützen, die gegen die anvisierte und durch geltende Gesetze nicht gedeckte Regelung vorgehen wollen.

Uwe Wetter, Vizepräsident des BDP
0175-5860045

Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org