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Pressemitteilung
Nr. 24/03
4. Dezember 2003

Gut, dass wir wenigstens darüber geredet haben...

Zwei Jahre nach PISA sieht der BDP kaum greifbare Veränderungen

Heute jährt sich die Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse zum zweiten Mal. In keinem anderen PISA-Land gab es nach dem 4.12.2001 eine derartig heftige öffentliche Reaktion auf die Resultate wie in Deutschland. Das Land der "Dichter und Denker" fand sich im untersten Leistungsdrittel wieder. Formulierungen wie "PISA-Schock" und "schwarzer Tag der deutschen Schulgeschichte" machten die Runde. Experten verwunderten die Ergebnisse damals nicht. Seit langem bekannte Forderungen des BDP zur Verbesserung von Lernprozessen decken sich mit den aktuellen Erkenntnissen der PISA-Forscher, wonach Lehrende Schülern bewusst den Weg zum WIE des Lernens weisen und ihnen dabei helfen sollen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, Selbstvertrauen aufzubauen und Interesse am Lernen zu finden.
Der dringliche Ruf nach Veränderung des Schulsystems scheint in der zweijährigen Auseinandersetzung verhallt zu sein. Das Umschwenken von problemorientierter Diskussion auf lösungsorientiertes Handeln fällt in Deutschland offensichtlich sehr schwer. Einer wahren Artikelflut stehen kaum greifbare Veränderungen gegenüber. Zentralistische Länder wie Finnland zogen trotz geringeren Problemdrucks Konsequenzen binnen Jahresfrist.
In Deutschland drängt die Zeit. Schließlich erzeugt die Qualität der Lernförderung von heute die Bildungsqualität von morgen.

Fachliche Unterstützung für ihre Position erhalten deutsche Schulpsychologen durch einen kürzlich erschienenen Berichts der PISA-Forscher, die sich inzwischen verstärkt den psychologischen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen zugewandt haben. In ihrem "Learners for life" betitelten Bericht wird die Bedeutung von Lernstrategien sowie eines selbstverantwortlichen und selbstgesteuerten Lernens betont. Eine wichtige Rolle spiele auch die Einstellung der Schüler zum Lernen. Nachdrücklich wird gefordert, den Schülern nicht nur Unterrichtsstoff, sondern vor allem das WIE des Lernens zu vermitteln. Rund ein Fünftel der Leistungsunterschiede in Sachen Lesekompetenz ist dem Bericht zufolge auf Unterschiede in Lernstrategien, Lernmotivation und Lernselbstvertrauen zurückzuführen.

Der BDP steht mit verschiedenen Partnern in Kontakt und mit Lösungsangeboten bereit.
Das "Berufspolitische Programm über Psychologie in Schulen" des BDP zeigt fundiert die notwendigen Schritte auf und wird in dieser Tage auch mit dem BMBF diskutiert.

www.mpib-berlin.mpg.de/pisa/ergebnisse_learners.htm



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org