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Pressemitteilung
Nr. 20/03
7. November 2003

Missbrauch der DIN 33430 wurde gestoppt

BDP erreichte durch Klage Unterlassungserklärung von Q-Pool

Viele Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit bergen die Gefahr des Missbrauchs. Diese Erfahrung mussten auch der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) und die anderen Autoren der DIN 33430 - eine Norm zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik - machen. Gedacht, um die Eignungsdiagnostik in Unternehmen und Verwaltungen zu verbessern und so das Risiko von Fehlentscheidungen bei Arbeitgebern und Bewerbern zu senken, sahen einzelne Anbieter darin vor allem eine Möglichkeit zur Verbesserung der eigenen Marktchancen.

Aus gutem Grund hatte der Normenausschuss definitiv ausgeschlossen, dass die Norm als Produktnorm genutzt wird, einzelnen Tests also bescheinigt wird, DIN-gerecht zu sein. Genau das jedoch hat die Firma Q-Pool für das in der Wirtschaft verbreitete Fragebogenverfahren DNLA getan und der BDP hat dagegen geklagt. Nun gab die Firma eine Unterlassungserklärung ab und verpflichtete sich künftig keine Zertifizierung von Verfahren zur Eignungsdiagnostik mehr zu erteilen, insbesondere in Zertifikaten zu erklären, dass ein Verfahren der DIN 33430 entspricht.

Der Verband hofft, dass dies als Signal von allen verstanden wird, die die Norm in ähnlicher Weise missbrauchen wollten. Genauso wichtig jedoch sind aus Sicht des BDP die richtige Umsetzung der Norm in der Praxis sowie eine größere Aufgeschlossenheit bei Unternehmern und Verwaltungen. Von einem in Kürze erscheinenden Handbuch, das anders als der schwer verständliche Normtext über Vorteile und Handhabung informiert, verspricht sich der BDP diesbezügliche eine positive Wirkung, wenngleich in Zeiten großer Bewerbermengen und weniger Stellenangebote viele Arbeitsgeber den Eindruck haben, die Qualität der Auswahlverfahren nicht zwingend verbessern zu müssen, um geeignetes Personal zu bekommen.


Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org