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Pressemitteilung
Nr. 9/03
15. Juli 2003

Mehr Psychologie für Schule und Lehrer

Seit Veröffentlichung der PISA-Studie ist ein Jahr vergangen und wenig geschehen. Zahlreiche Beiträge in Presse, Funk und Fernsehen haben dafür gesorgt, dass das Thema Bildung in Deutschland verstärkt in die Öffentlichkeit getragen wurde. Die notwendigen Konsequenzen aus PISA auf politischer Ebene stehen jedoch nach wir vor aus. Die "Reform des deutschen Schulsystems", befindet auch Beraterkonzern McKinsey, "kommt zu langsam voran." Niemand leugnet, dass eine grundlegende Reformierung des Schulsystems, wie sie inzwischen auch Bundesministerin Bulmahn fordert, Zeit braucht. Doch was passiert in dieser Zeit?

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) verfolgt mit Sorge, dass entgegen der Ankündigung von Bundesinnenminister Schily, das Netz der Schulpsychologen zu stärken, um beispielsweise besser und frühzeitiger mit der Förderung lese- und rechtschreibschwacher Schüler zu beginnen, in mehreren Bundesländern Stellen gestrichen worden sind. Auch in die Debatten über die notwendige und allseits in Angriff genommene Reform der Lehrerausbildung sind Psychologen nur ungenügend eingebunden. Auf der Delegiertenkonferenz des Verbandes wurde deshalb beschlossen, die Erkenntnisse der Psychologie und die Fachkompetenz von Diplom-Psychologen künftig deutlich stärker in das System Schule und in die Lehrerbildung einzubringen.

Der BDP bietet sich mit seinen Fachsektionen als Gesprächspartner für die Bildungspolitik und vor Ort als Berater für Initiativen von Schulen und Schulträgern an. Das gilt sowohl für die Personal- und Organisationsentwicklung als auch für Kriseninterventionen, Gewaltprävention, Gesundheitspsychologie. Auch für die Aus- und Fortbildung von Lehrern in Psychologie, Leistungsdiagnostik, Schüler- und Elternberatung sowie Unterrichtsevaluation empfiehlt sich der Psychologenverband als kompetenter Partner. Vieles lässt sich realisieren oder zumindest beginnen, ohne eine umfängliche Reform abzuwarten. "Jenseits aller Diskussion um Schulsysteme und Bildungstheorien ist Schule immer so gut oder so schlecht, wie die handelnden Personen sie in der alltäglichen Umsetzung der verschiedenen Konzepte machen", meint der BDP und formuliert im Leitantrag weiter: "Ihre Qualität hängt weniger von Theorien als von der konkreten Handlungs- und Problemlösungskompetenz von Lehrern, Schülern und Eltern ab." Zu deren Verbesserung will der Verband in Zukunft wesentlich mehr beitragen und geht deshalb mit konkreten Angeboten auf die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, die Kultusministerien der Länder, die Heinrich-Böll-Stiftung, den Schulleiterverband und andere potentielle Partner zu. U.a. geht es um mehr Psychologie in der Lehreraus- und -fortbildung. Mehr denn je benötigen Lehrer und Lehrerinnen ein fundiertes psychologisches Wissen für den Umgang mit Klassen und einzelnen Schüler und um deren Lernprozesse voranzutreiben. Es geht um Klimaverbesserung an Schulen, Konfliktlösungstrainings, Förderdiagnostik, selbstgesteuertes, eigenverantwortliches Lernen und Elemente einer mündigen Schule.

Den Wortlaut des Leitantrages finden Sie im Internet unter der Adresse:
www.bdp-verband.org/bdp/politik/2003/05_leitantrag.shtml
Den Wortlaut des Grundsatzprogramms zur Schulpsycholgie finden Sie unter der Adresse:
www.bdp-verband.org/bdp/politik/2003/06_berufspol_programm.shtml

Als Ansprechpartner für Nachfragen steht Ihnen unser Referent für Fachpolitik, Herr Lang zur Verfügung:
Fredi Lang
Tel. 030 - 209 149 57
f.lang@bdp-verband.org



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5-7, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org