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Pressemitteilung
Nr. 7/03
13. Juni 2003

Ohne Nachwuchs keine psychotherapeutische Versorgung

BDP legt den Finger auf schwere Mängel im Ausbildungssystem

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) veranstaltete am 10. Juni eine Podiumsdiskussion zur Lage der Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung (PPiA). Zurückgehende Zahlen von Auszubildenden aufgrund hoher Ausbildungskosten, fehlender Rechtssicherheit, doppelter Vermittlung gleichen Lehrstoffs und dem Zwang zu mehreren tausend Stunden unbezahlter Arbeit waren dem BDP mehr als genug Anlass für einen lösungsorientierten Gedankenaustausch mit Experten. Vertreter aus Gesundheitsministerien, Ausbildungsinstituten und ausbildenden Kliniken, der Berliner Psychotherapeutenkammer sowie Funktionäre aus dem Verband und nicht zuletzt Betroffene trafen sich in Berlin, um gemeinsam notwendige und sinnvolle Schritte zur Verbesserung der Situation zu erörtern.

Was scheinbar "nur" einige tausend PPiA betrifft, kann für die Nutzer psychotherapeutischer Heilkunde in absehbarer Zeit dramatische Konsequenzen haben. Bei Psychotherapie ist in Deutschland durch eine wachsende Zahl niedergelassener Psychotherapeuten eine Bedarfsdeckung von rund 50 Prozent erreicht. Regional unterschiedliche Wartezeiten von einem bis ein und einem halben Jahren sind keine Seltenheit. Zieht man den relativ hohen Altersdurchschnitt der Therapeuten und die kritische Ausbildungssituation in Betracht, so lässt sich vorhersagen, dass die Versorgung der Bevölkerung in absehbarer Zeit nicht mehr gewährleistet sein wird. Bleibt es bei den hohen Ausbildungskosten und der fehlenden existenziellen Absicherung der Auszubildenden, steht dieser Beruf zudem nur noch sozial besser Gestellten offen.

Damit dies nicht eintritt, fordert der BDP eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen, eine positive Veränderung des Status der Auszubildenden und mehr Rechtssicherheit durch Musterverträge für Ausbildung, Ambulanztätigkeit und praktische Tätigkeit. Im Interesse der Durchsetzung dieser und weiterer Forderungen wird der Verband Gespräche auf allen relevanten Ebenen führen.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5-7, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org