Der 
Verband
Politik
Publikationen
Profession

Presse
  Pressemitteilungen
  Expertenvermittlung
  Report Psychologie
  Publikationen
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie




    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Datenschutz
      Sitemap




Pressemitteilung
Nr. 22 / 02
23. September 2002

BDP zum Wahlsieg von Rot-Grün

Psychologen erwarten Fortschritte in der psychologischen und psychotherapeutischen Versorgung

Die Bestätigung der rot-grünen Bundesregierung ist nach Aussagen von BDP-Präsidentin Gertraud Richardt für Patienten und Psychotherapeuten eine gute Nachricht. Die Zuzahlung der Patienten zur Psychotherapie und die psychotherapeutische Behandlung als Wahlleistung dürften damit vom Tisch sein. "Vorerst ist die Gefahr gebannt, das psychotherapeutische Leistung gegenüber der somatischen Behandlung diskriminiert wird, indem Patienten für die eine zuzahlen sollen, für die andere nicht." Gertraud Richardt erwartet, dass mit einer rot-grünen Regierung auch die Vorschläge endgültig zu den Akten gelegt werden, Psychotherapie zur Wahlleistung in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu machen. Allerdings sollte endlich der tatsächliche Bedarf an Psychotherapie in der Bevölkerung ermittelt und geplant werden. Durch eine Qualitätssicherung, die diesen Namen auch verdient, könnten dann die Sparpotentiale der Psychotherapie zum Tragen kommen.
Die Honorierung der Psychologen für psychotherapeutische Leistungen müsse nun auf dem Weg der Umsetzung des 10-Pfennig-Urteils des BSG und der durch die SPD-Fraktion im § 85 SGB V bereits eingebrachten Festgeldregelung erfolgen und nicht über neue Gesetze zu Lasten der Patienten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen seien gefordert, die gesetzlichen und richterlichen Vorgaben umzusetzen. "Notfalls werden wir dem mit weiteren Klagen gegen Honorarbescheide Nachdruck verleihen", so Richardt.
Auch bei der Behandlung chronisch erkrankter Menschen (DMP) erwartet der BDP nun entscheidende Schritte. Die Umsetzung der Chronikerprogramme war bereits zum 01. Juli 2002 gesetzlich vorgegeben, zuletzt jedoch durch einige Kassenärztlichen Vereinigungen verzögert worden. Unter Hinweis auf die deutliche Kritik des Sachverständigenrates an der Qualität der Chronikerbehandlung in Deutschland setzte sich Gertraud Richardt dafür ein, dass die Programme jetzt realisiert und die besondere Kompetenz der Psychologen bei der Beratung und psychischen Begleitbehandlung chronisch erkrankter Menschen verstärkt genutzt werden.
"Im Bereich des psychotherapeutischen Nachwuchses werden wir dicke Bretter bohren müssen", so Richardt weiter. "Das Gesetz, das die Ausbildung der Psychotherapeuten regelt, ist völlig unzureichend und muss geändert werden, damit der Nachwuchs nicht ausstirbt. Wir werden dem Gesundheitsministerium darum in Kürze einen Entwurf für eine neue Ausbildungsordnung vorlegen."
In anderen Bereichen der Psychologie erwartet der BDP, dass angekündigte Schritte umgesetzt werden. So hatte die alte Regierung nach dem Erfurter Amoklauf versprochen, sich für eine bessere psychologische Versorgung in den Schulen einzusetzen. Bei der psychosozialen Katastrophenhilfe ist der Aufbau einer besseren Versorgungsstruktur avisiert. Auch die Definition der Eignungsprüfung zum Besitz gefährlicher Waffen steht noch aus. Die Vorschläge des BDP dazu liegen laut Richardt auf dem Tisch.
"Jetzt müssen wir ins Gespräch kommen", sagte die BDP-Präsidentin.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Glinkastr. 5-7, 10117 Berlin
Tel. (49) 30 - 20 91 49 59
Fax: (49) 30 - 20 91 49 66
e-Mail: presse@bdp-verband.org