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Pressemitteilung
Nr. 7 / 01
12. September 2001

Zum Terroranschlag in den USA

Seit gestern ist die Welt mit einer neuen Art von Krieg konfrontiert. Krieg, der nicht von Staaten geführt wird, Krieg ohne Kriegserklärung, Krieg, gegen dem selbst eine Weltmacht wie die USA keine angemessene Verteidigung entgegensetzen kann. Mit Trauer und Entsetzen haben die Mitglieder des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) von den Anschlägen erfahren. Der BDP verurteilt die Terrorakte und übermittelt dem amerikanischen Volk und allen, die durch die Zerstörungen in New York und Washington Angehörige oder Freunde verloren haben, sein tiefes Mitgefühl.

Traumatische Erlebnisse wie diese werden von Menschen unterschiedlich verarbeitet. Verzweiflung und Hass, der Wunsch nach rascher Benennung von Tätern und nach Vergeltung beherrscht viele Betroffene. Die Politik in den USA, aber nicht nur dort, ist dennoch gefordert, in dieser Situation Ruhe zu bewahren. Die seriöse Ermittlung der Verantwortlichen und ihre Verurteilung kann nur eine Antwort sein, erklärte der Präsident des BDP, Lothar Hellfritsch. Gerade die Tatsache, dass kein einziger Staat sich mit diesen Anschlägen solidarisiert, bietet die Chance für einen intensiveren internationalen Dialog und ein konzertiertes Vorgehen. Es bedarf neuer Ansätze für die Lösung von Konflikten, neue gemeinsame Konzepte müssen entwickelt werden. Eine große Verantwortung tragen auch die Medien, die es in der Hand haben, ob durch ihre Berichterstattung zum Beispiel ganze Völker und Religionen pauschal kriminalisiert werden oder eine differenzierte Betrachtung gelingt.

Der BDP warnt auch vor einer Überreaktion seitens der Geheimdienste. Das Versagen in diesem Fall könnte all denen Auftrieb geben, die schon immer nach mehr Kontrolle und Überwachung gerufen haben und damit Bürgerrechte in Frage stellen. Das, wofür Amerika steht - Demokratie und Freiheit -, darf unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung nicht geopfert werden.

Unser Psychologischer Informationsdienst (PID) steht allen Menschen, die von den Anschlägen betroffen sind, Angehörige verloren haben oder in Angst um diese schweben und psychologischen Beistand benötigen. Die Telefonnummer des PID lautet 0228-746699. Homepage: www.psychotherapiesuche.de.

Der BDP eröffnet am kommenden Freitag, 21.09.01, sein Hauptstadtbüro in der Glinkastraße. Nach reiflicher Überlegung ist er zu der Ansicht gelangt, die Veranstaltung nicht abzusagen, sondern das aktuelle Thema zum Gegenstand der Reden zu machen. Der BDP hat seine Bundesgeschäftsstelle nach Berlin verlegt, um zu wichtigen politischen Themen aktuell Stellung zu beziehen angesichts der Vorfälle in den USA und der Welt erscheint es dem BDP geboten, die Vorgänge aus psychologischer Sicht zu bewerten. Hierzu sollen am 21.09.01 Experten der politischen Psychologie, der Extremismusforschung u.a. beitragen.

Die Bundesgeschäftsstelle des BDP in Berlin und das Service-Center Bonn werden ihrem Mitgefühl und ihrer Anteilnahme dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie sich der vom Deutschen Gewerkschaftsbund angeregten Schweigeminute in den Betrieben am Donnerstag, 13.09.01 um 10 Uhr anschließen.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Tel. 030-20 91 49 59
e-Mail: presse@bdp-verband.org