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Pressemitteilung
Nr. 16 / 01
9. November 2001

Novellierung des Psychotherapeutengesetzes steht für Ulla Schmidt nicht zur Debatte

BDP: Ignoranz gegenüber Psychologen schadet letztlich den Patienten

Wichtige Signale für die Stellung psychologischer Psychotherapeuten im Gesundheitswesen und damit für die Möglichkeiten der Patienten, psychologische Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können, erwarteten die zuständigen Verbände von einem Treffen mit Ministerin Ulla Schmidt am 6. November 2001 in Berlin. Das Treffen 35 psychologischer und ärztlicher Vertreter der Psychotherapeuten-Verbände und des Bundesgesundheitsministeriums endete jedoch enttäuschend für die Psychologen und kann auch Patienten nur in einzelnen Punkten zufrieden stellen. Die Ministerin stellte klar, dass Psychotherapie zur Basisversorgung der Bevölkerung gehöre. Eine Eigenbeteiligung oder Psychotherapie als Wahlleistung der Krankenkassen stehe für sie nicht zur Debatte.
Mit gleicher Entschiedenheit wies die Ministerin jedoch das Ansinnen einer Novellierung des Psychotherapeutengesetzes zurück. Sie zeigte kein Verständnis für die Forderung, die Bewertung von Psychotherapieverfahren nicht länger allein in ärztlicher Hand zu lassen und Psychologen im Interesse einer demokratischen Vertretung in wichtige Gremien aufzunehmen. Die katastrophale Situation von psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung, die nach einem abgeschlossen Hochschulstudium wie Lehrlinge behandelt werden, bezeichnete die Ministerin als vom Gesetzgeber gewollt.
Armin Traute, Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, erklärte dazu unmittelbar nach dem Gespräch, er sei betroffen von der Verachtung des Psychologenstandes durch Vertreter des Ministeriums. "Diese Haltung schadet letztlich den Patienten, denen die Inanspruchnahme psychologischer Psychotherapie weiterhin erschwert wird, die lange Anfahrtswege und Wartezeiten in Anspruch nehmen müssen."

Mit Befremden nahmen die Vertreter des BDP/ VPP zur Kenntnis, dass das BMG über die wichtige Arbeit angestellter Psychotherapeuten in Allgemeinkrankenhäusern z.B. mit chronisch Kranken, Krebspatienten und Querschnittsgelähmten anscheinend nicht informiert ist. Kein Wunder, dass unter diesen Umständen auch falsche Orientierungen an Krankenhäuser herausgegeben werden, wenn es um Einsparungen geht.
In keiner Weise ist das BMG laut Dr. Schäfer, Bundesvorsitzende des VPP im BDP, in diesem Zusammenhang auf Europa vorbereitet. Statt die Europa-Tauglichkeit des Psychotherapeutengesetzes in die Debatte konstruktiv einzubeziehen, verschiebe die Ministerin diese Frage im Sinne des Aussitzens auf die Zeit nach strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen, also auf eine Zeit weit nach der Bundestagswahl.



Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Tel. 030-20 91 49 59
e-Mail: presse@bdp-verband.org