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Pressemitteilung
Nr. 2 / 01
10. Mai 2001

Mehr psychologische Hilfe für Krebspatienten gefordert

BDP verweist auf Misere in deutschen Allgemeinkrankenhäusern

Auf die große Bedeutung der Arbeit von Psychologen in Allgemeinkrankenhäusern wurde beim 50. Deutschen Ärztekongress in Berlin (9.-11.5.2001) aufmerksam gemacht. Am Beispiel der Behandlung chronisch Kranker, chronischer Schmerzpatienten, Patienten mit Querschnittslähmung und Krebspatienten erläuterten Vertreter der Sektion Klinische Psychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) notwendige und mögliche Aufgaben von Diplom-Psychologen in diesem Bereich. Obwohl über 30 Prozent der Patienten in Allgemeinkrankenhäusern psychische Störungen aufweisen, die zum Teil direkt mit der akuten Belastungssituation durch die Krankheit zusammenhängen, zum Teil aber auch bereits vor Erkrankung bestanden, beschäftigt nur ein Drittel der deutschen Allgemeinkrankenhäuser Diplom-Psychologen. Bleiben psychische Störungen unberücksichtigt, so die Fachleute, kann dies zur Verlängerung von Klinikaufenthalten und zu zum Teil schweren Komplikationen führen. Der Einsatz von Psychologen ist daher sowohl unter ethischen als auch unter Kostengesichtspunkten wünschenswert und sinnvoll.

idp

Ansprechpartnerin: Christa Schaffmann
BDP-Pressesprecherin
Telefon: 030-20914959