Der Verband
Politik
Publikationen
Profession

Presse
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie


Suche auf den Seiten des BDP


    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Sitemap



31.8.2015

Wer ist Wirtschaftspsychologe?

Immer wieder glauben einige Anbieter mit Berufsbezeichnungen wie z.B. „Wirtschaftspsychologe“ auftreten zu können, wenn man irgendwo irgendwelche psychologischen Kompetenzen erworben hat (oder dies auch nur glaubt). Hingegen spiegelt die Berufsbezeichnung „Psychologe“ und mithin die Wortverbindungen wie z.B. „Rechtspsychologe“ oder „Wirtschaftspsychologe“ eine bestimmte Qualifikation wider und die Verbraucher, Kunden, Klienten, Patienten und die Öffentlichkeit erwarten bei der Verwendung der Berufsbezeichnung auch diese bestimmte Qualifikation. Bei rund 64.000 Psychologen, die ihr Hauptfachstudium der Psychologie mit Diplom oder zunehmend auch mit Bachelor und Master abgeschlossen haben, wird eben diese Qualifikation erwartet. Darauf müssen die Verbraucher und die Öffentlichkeit auch vertrauen können. Dies schützt § 5 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).

Es gibt allerdings Anbieter, wie z.B. einen Professor aus Bayern, die denken, dies gelte für sie nicht. Wenn jemand sein Studium neben dem ersten Hauptfach Philosophie mit einem zweiten Hauptfach Psychologie mit einem Magister artium abgeschlossen hat, dann hat er bei weitem nicht im gleichen Maße Psychologie studiert, wie es die rund 64.000 Psychologen in Deutschland getan haben. Warum der bayerische Professor, der sich übrigens auch als Diplom-Jurist bezeichnen lässt, trotzdem auf Focus Online zu begründen versucht, er könne sich „Wirtschaftspsychologe“ nennen, entzieht sich der Kenntnis des BDP. Verständlich, geschweige denn überzeugend sind seine Ausführungen freilich nicht. Es darf vermutet werden, dass dies auch die Reaktion auf einen Beitrag von Bärbel Schwertfeger, ihrerseits Redakteurin der Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie Aktuell“, im Online-Bereich dieser Zeitschrift vom 20.4.2015 ist. Dort ist das Auftreten dieses Anbieters beschrieben. Anscheinend so sehr treffend, dass der Anbieter inzwischen an diversen Stellen versucht, Schwertfeger zu diskreditieren. Der BDP hat diesen Anbieter inzwischen wegen Irreführung über seine Befähigung abgemahnt.

Jan Frederichs