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31.5.2007

Verkauf der Niedersächsischen Landeskrankenhäuser

An: Ministerin Mechthild Ross-Luttmann
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie u. Gesundheit

Der BDP protestiert scharf gegen die Pläne des Landes Niedersachsen, Psychologische Psychotherapeuten und Psychologen nicht zu den Mitarbeitern im Krankenhaus zu zählen, die wegen der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben im Landesdienst verbleiben sollen.

Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten üben in den forensischen Abteilungen Eingangs- und Statusdiagnostik und prognostische Expertisen zum Therapieverlauf und zu Eigen- und Fremdgefährdungspotentialen aus und leisten nicht zuletzt qualifizierte psychologische bzw. psychotherapeutische Intervention.
Diese Tätigkeiten greifen tief in die Persönlichkeitsrechte der Klienten ein. Zudem haben all diese Aufgabenstellungen einen engen Bezug zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Diese wurde bisher im interdisziplinären Miteinander unter herausgehobener Mitwirkung der für psychische Fragestellungen spezialisierten Berufsgruppe der Psychologen. Die Ausgliederung dieser Berufsgruppe aus dem hoheitlichen Versorgungsauftrag birgt große Risiken, z.B. dadurch, dass Pfleger oder andere psychologisch nicht ausreichend ausgebildete Kräfte sicherheitsrelevante Entscheidungen ohne qualitative adäquate Berücksichtigung der psychischen Dimensionen treffen. Die bisherige Kooperation von gut ausgebildeten Fachkräften der somatischen und der psychischen Aspekte hat in hohem Maße Heilungsprozesse und prognostische Sicherheit erzeugt und ist diesbezüglich als qualitätssichernde Einheit unverzichtbar.

Wir fordern Sie auf, Diplom-Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten im Landesdienst zu behalten.