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Hintergrundinformation zur Situation der PiA

Zur aktuellen Situation der Entlohnung in der Psychotherapieausbildung erklärt die PiA-Sprecherin im VPP/BDP, Katharina van Bronswijk:
„PiA arbeiten in ihrer Praktischen Tätigkeit I + II (insgesamt 1800 Arbeitsstunden) gar nicht oder nur geringfügig bezahlt, obwohl sie bereits ein abgeschlossenes Hochschulstudium haben (2009 durchschnittliches Gehalt Berlin 4,87 €/Std). Die Regelungen zum gesetzlichen Mindestlohn werden ihnen im Rahmen dieser "Pflichtpraktika" nicht zuteil. Dies alles bei zum Teil voller Arbeitszeit und durchschnittlich 25.000 € Ausbildungskosten. Darüber hinaus haben sie häufig bereits volle Verantwortung für Patienten mit unterschiedlichsten psychischen Störungsbildern. Sie werden von Kliniken gerne als günstige Arbeitskräfte anstelle approbierter Psychologischer Psychotherapeuten eingesetzt.
Der unsichere sozialrechtliche Status führt zu Problemen bei Kranken-, Sozial- und Rentenversicherung (z.B. müssen sie sich teuer selbst versichern). Zum Teil erhalten PiA keinen Arbeitsvertrag, der es Ihnen ermöglicht, für Ihre Situation einzustehen und zu streiken. In den meisten Fällen handelt es sich um Praktikantenverträge (2009: 79 % Praktikantenverträge in Berlin und Brandenburg) oder sogar nur Gastverträge.
Die Situation schreckt ab, den Psychotherapeutenberuf zu ergreifen.
Dies kann bei Wartezeiten für ambulante Psychotherapieplätze von 3-6 Monaten nicht im Interesse der Bevölkerung und auch nicht im Interesse der Politik sein.
Mit der anstehenden Reform des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) wird sich zwar in der Zukunft etwas verändern, jedoch benötigen Reformen Zeit und die Situation der PiA momentan spielt im Schatten dieser Reformbestrebungen in der Politik derzeit keine Rolle.
Eckpunkte zur Novellierung des PsychThG wurden vom Bundesministerium für Gesundheit im Herbst 2016 veröffentlicht. Ein Referentenentwurf des BMG wurde bereits mehrfach angekündigt. Aktuell wird ein Arbeitspapier erwartet. Die geplante Verabschiedung eines Gesetzes in dieser Legislaturperiode kann demnach schon aus Zeitmangel nicht mehr erfolgen.“
Ansprechpartnerin für die Presse ist Katharina van Bronswijk, PiA-Sprecherin im VPP/BDP, bronswijk@vpp.org