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Europäische Psychologinnen und Psychologen bieten ihr Fachwissen an: „Wir wollen in Europas Flüchtlingskrise  helfen“

Europa erlebt zurzeit einen beispiellosen Zustrom von Flüchtlingen. Diese Flüchtlinge sind vor Krieg, Gewalt, Terrorismus, politischer Verfolgung und Armut geflohen. Sie riskieren ihr Leben, um das Mittelmeer und andere Grenzen zu überqueren, Europa zu erreichen, und hoffen, hier eine Lösung für ihre Situation und einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Viele von ihnen überleben die Überfahrt oder die Ausbeutung von Menschenhändlern nicht. Die humanitäre Hilfe wurde seit Beginn der Krise verbessert und einige EU-Länder nehmen eine große Anzahl von Migranten auf. Allerdings begegnen den Geflüchteten meist große Schwierigkeiten auf der Suche nach einer neuen Heimat, bei der Gewöhnung an eine neue Umgebung und beim Aufbau eines neuen Lebens inmitten von Vorurteilen und leider auch Feindseligkeiten. Auch ihre psychische Gesundheit, bedingt durch die vielen belastenden Erfahrungen, leidet stark.
Die Gemeinschaft der Psychologinnen und Psychologen in Europa, vertreten durch deren Dachverband (European Federation of Psychologists’ Associations (EFPA)), unterstützt den Appell des UNO-Flüchtlingskommissars, António Guterres: „Europa kann auf diese Krise nicht mit einem unsystematischen, schrittweisen Ansatz antworten. Kein Land kann es alleine schaffen, und kein Land kann sich weigern, seinen Teil beizutragen (...) Die einzige Möglichkeit zur Lösung dieses Problems der europäischen Union und all seiner Mitgliedstaaten ist es, eine gemeinsame Strategie zu realisieren, die auf Verantwortung, Solidarität und Vertrauen basiert." (1)
Die EFPA bittet die europäischen Regierungen, Behörden, Gemeinden und zuständigen Ämter nachdrücklich darum, die europäischen Psychologinnen und Psychologen bei den Bemühungen in der Flüchtlingskrise in Abstimmung mit den in 36 Ländern bestehenden Mitgliedsorganisationen der EFPA einzubeziehen.
Die EFPA bittet außerdem alle Psychologinnen und Psychologen in Europa, ihre Kompetenzen denjenigen zur Verfügung zu stellen, die in dieser Situation versuchen, national und international zu helfen. Die EFPA ist sich sicher, dass die Mitglieder aller nationalen Organisationen gern bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben im Zusammen hang mit der Aufnahme von Flüchtlingen helfen und ihre Fachkompetenzen zur Verfügung stellen. Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm, Präsidentin der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, sagt dazu: „Wir als Psychologinnen und Psychologen wollen unseren Teil dazu beitragen, dass Traumata im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung seitens der Flüchtlinge behandelt werden können, dass die Anpassung der Flüchtlinge an ihre neue Lebenssituation gelingt sowie dass die aufnehmenden Staaten tolerant und hilfsbereit mit diesen Menschen umgehen“. Wir appellieren an alle Mitgliedstaaten der EU, Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen neue Chancen zu eröffnen.“ 
Die EFPA und alle ihre Mitgliedsverbände, die Ständigen Ausschüsse für Katastrophen-, Krisen- und Gemeindepsychologie, sowie die Task Forces für kulturelle und ethnische Vielfalt und der Ausschuss für Menschenrechte sind bereit, ihre Kompetenzen einzubringen, um den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zu verbessern.
 (1) http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=51797#.Vfvd3qzos0M
* http://www.efpa.eu/

EFPA – European Federation of Psychologists’ Associations
Rue du Marché aux Herbes 105/39 – 1000 Brussels – Belgium
www.efpa.eu +32 2 5034953 – headoffice@efpa.eu

Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Tel.: 030 28047718
E-Mail: pressestelle@dgps.de

Über die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen:
Die Föderation setzt sich zusammen aus der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e. V. (DGPs) und dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP). Die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen versteht sich als Repräsentantin der Interessen der Psychologenschaft in Deutschland. Im BDP und der DGPs sind insgesamt rund 15.000 Psychologinnen und Psychologen in Forschung, Lehre und Praxis vertreten.
Mehr über die Föderation im Internet unter: www.psychologie.de

Über den BDP:
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, selbstständigen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie und Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund 11.500 Mitglieder sind im BDP organisiert.
Besuchen Sie den BDP im Internet: www.bdp-verband.de

Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die über 3700 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag.
Die Pressestelle der DGPs informiert die Öffentlichkeit über Beiträge der Psychologie zu gesellschaftlich relevanten Themen. Darüber hinaus stellt die DGPs Journalisten eine Datenbank von Experten für unterschiedliche Fachgebiete zur Verfügung, die Auskunft zu spezifischen Fragestellungen geben können.
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